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Vollständige Liste der Ansprechpartner der DLRG Bezirk Mönchengladbach e.V. findest du hier .
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Im Rahmen der weiterführenden Ausbildung zum Einsatztaucher der Stufe 2 (ET2) absolvierte der Tauchtrupp des Bezirkes Mönchengladbach eine komplexe Übung zur technischen Hilfeleistung unter Wasser. Die Aufgabe bestand darin, beschädigte und unter Wasser liegende Steganlagen in einem Naturschutzgebiet zurückzubauen.
Logistik und Anfahrt
Bereits die Anfahrt zum Einsatzort wurde als Ausbildungselement genutzt. Das Befahren von unwegsamem Gelände erforderte präzises Rangieren und das Arbeiten mit Einweisern, um das schwere Truppfahrzeug sicher, materialschonend und umweltschonend an der vorgesehenen Einsatzstelle zu positionieren.
Lageerkundung und Arbeitsvorbereitung
Nach dem Eintreffen führte der erste Taucher eine systematische Lageerkundung unter Wasser durch. Hierbei war eine besonders sensible Tarierung und Flossenschlagtechnik notwendig, um das Sediment nicht aufzuwirbeln und die Sichtverhältnisse für die nachfolgenden Arbeiten nicht vorab zu verschlechtern.
Auf Basis der Erkundungsergebnisse wurde im Team folgendes Vorgehen beschlossen:
Erkenntnisse zur Unterwasser-Kommunikation und Physis
Die körperliche Arbeit des Sägens führte zu einem drastischen Anstieg des Atemluftverbrauchs (AMV) der Taucher. In dieser Phase zeigte sich im direkten Vergleich der erhebliche einsatztaktische Vorteil der modernen Vollgesichtsmaske mit integrierter Kommunikationsleine gegenüber der klassischen Signalleine: Die kontinuierliche Sprachverbindung erlaubte es dem Signalmann an der Oberfläche, den Erschöpfungsgrad und den Luftvorrat des Tauchers in Echtzeit zu überwachen und Arbeitszyklen anzupassen. Die klassische Leinenzeichen-Kommunikation stieß bei dieser dynamischen Belastung an ihre Grenzen.
Dynamischer Einsatzverlauf und Zwischenstand
Nach dem Durchtrennen der primären Pfosten wurde versucht, das Stegment mittels Seilzug von Land aus zu bergen. Hierbei stellte sich heraus, dass weitere tragende Elemente tief im Schlamm vergraben waren. Die Taucher mussten für Folgearbeiten erneut eingesetzt werden, um die Blockaden zu lösen.
Nach einer Gesamteinsatzzeit von drei Stunden wurde die Übung planmäßig unterbrochen. Da die vollständige Demontage sowie der Rückbau eines zweiten Steges noch ausstehen, wird die Maßnahme an einem separaten Termin fortgesetzt. Mit An- und Abfahrt, Aufräumen und Aufhängen der nassen Gegenstände waren unsere Einsatzkräfte insgesamt fünf Stunden unterwegs.
Fazit
Der Ausbildungstag unterstrich die hohe Dynamik von technischen Unterwassereinsätzen, bei denen die ursprüngliche Planung laufend an die realen Gegebenheiten angepasst werden muss. Die physische Belastung bei handwerklichen Arbeiten unter Wasser ist immens. Für die angehenden ET2-Kräfte hat sich bestätigt, dass das sichere Beherrschen der Vollgesichtsmaske und das strukturierte Arbeiten im Schlamm wesentliche Kernkompetenzen sind, die in den kommenden Ausbildungseinheiten weiter vertieft werden.
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